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city-beach.ch Stadtstrände Schweiz

sechs Standorte · fünf Städte

Der CityBeach: sechs Stadtstrände in der Schweiz, von Basel bis Luzern

Signet der CityBeach-Reihe: eine gezeichnete Strandszene auf einem Parkhausdach – aufgeschütteter Sand, Liegen unter Baldachinen, ein Volleyballnetz, daneben ein hoher Messeturm. Die Zeichnung steht für die Reihe, nicht für diesen Standort

In mehreren Schweizer Städten wurde eine Reihe temporärer Stadtstrände betrieben, die auf jeder ihrer Seiten denselben Anspruch führte: «der erste Stadtstrand der Schweiz». Der CityBeach in Basel war davon der grösste und der bekannteste. Die Reihe ist heute Geschichte; dokumentiert ist sie gut.

Die Jahresangaben auf dieser Seite stammen aus den überlieferten Seiten der Reihe selbst: sie nennen Saisons von 2008 bis 2011, und die früheste datierte Rubrik ihrer Bildersammlung liegt im Januar 2008. Über die Zeit davor und danach sagen sie nichts, und diese Seite sagt es deshalb auch nicht.

Wer den CityBeach betrieb: der Träger der Reihe

Träger der Reihe war die CityBeach AG. Die eigenen Seiten nennen über die Jahre zwei Adressen: zunächst Othmarstrasse 8, 8008 Zürich, später Seestrasse 93, 6052 Hergiswil. Umgesetzt wurde der Betrieb an allen Standorten ausser St. Gallen von der FirstSoirée Eventagentur GmbH, Haldenstrasse 23, 6006 Luzern.

Die Standorte folgten einem gemeinsamen Muster: aufgeschütteter Sand auf einer Fläche, die sonst anders genutzt wird, dazu Lounges zur Miete, ein Gastronomieangebot mit Cocktails und alkoholfreien Erfrischungsgetränken, ein Veranstaltungsprogramm und eine Fotodokumentation jeder Saison. Jede Standortseite trug oben eine Anzeige, ob heute geöffnet sei, und darunter eine Wettervorschau über drei Tage.

Dieses Detail ist der Grund, warum diese Seite so aussieht, wie sie aussieht: Die Tafel mit Luft- und Wassertemperatur, die hier auf jeder Stadtseite steht, ist die Fortsetzung einer Anzeige, die es an dieser Adresse schon einmal gab, nur mit gemessenen Zahlen statt mit einer Vorhersage.

Die sechs Standorte: ein Stadtstrand in fünf Städten der Schweiz

Wann die Beaches offen waren: Saison und Öffnungszeiten im Vergleich

Die Saison war kurz und endete fast überall am selben Tag. Für 2010 weisen die eigenen Seiten in Zürich den 30. April beziehungsweise den 1. Mai als Beginn und den 31. August als Ende aus, in St. Gallen den 1. Juni bis 31. August. Nur Basel lief in den September hinein; dort ist für 2011 der 6. Mai als Saisonstart ausgewiesen. Vier Monate im längsten Fall, in St. Gallen drei.

Aufschlussreicher als die Saison sind die Uhrzeiten. Basel, beide Zürcher Standorte und St. Gallen öffneten unter der Woche erst um 17 Uhr, und am Wochenende rückte der Beginn lediglich auf 15 Uhr vor, in Basel auf 12 Uhr. Das waren Abendbetriebe, keine Tagesbäder, was zu einer Sandfläche auf einem Parkhausdach besser passt als zu einer Liegewiese am Wasser. Luzern fällt aus diesem Muster: dort begann der Betrieb werktags um 15 Uhr und am Wochenende bereits um 11 Uhr. Eine frühere Fassung der Basler Seite wiederum nennt durchgehend 12 bis 24 Uhr, die Zeiten wanderten also über die Jahre.

Wie beweglich diese Angaben sind, lässt sich an einem Punkt genau zeigen: Zwei Fassungen der Basler Seiten aus derselben Saison 2011 geben als Saisonende einmal den 3. und einmal den 10. September an. Dieselbe Anlage, dasselbe Jahr, dieselbe Quelle. Beide Daten stehen hier nebeneinander, weil sich aus dem überlieferten Material nicht entscheiden lässt, welches galt.

Der CityBeach in Basel: Parkhausdach und Markthalle, der Standort mit der dichtesten Überlieferung

Am dichtesten dokumentiert ist der Basler Standort auf dem Messeparking. Für ihn sind Flächengrösse, Ausstattung, Öffnungszeiten, Eintrittsregelung und Hausordnung überliefert, dazu eine Bildersammlung, die neben den Sommersaisons auch Winterausgaben verzeichnet. Genau diese Winterausgabe in der Basler Markthalle ist die Station, auf die zeitgenössische Quellen am häufigsten verwiesen haben. Der CityBeach in Basel lief damit als einziger Standort über mehrere Jahre hinweg auch im Winter.

Für die übrigen Standorte ist die Überlieferung dünner, aber nicht dünn. Für beide Zürcher Beaches sind Saison und Öffnungszeiten von 2010 belegt, für Luzern ein eigenes Wellnessprogramm und die frühesten Öffnungszeiten der Reihe, für Bern ein Veranstaltungsbereich und mehrere Bildserien. St. Gallen fällt aus dem Rahmen: Dort weist die Kontaktseite eine eigene Betriebsgesellschaft und eine andere Eventagentur aus als der Rest der Reihe. Wo die Quellen schweigen, schweigt auch diese Seite; die Lücken werden nicht aufgefüllt.

Zwei Bilder aus dem Auftritt der Reihe

Die beiden folgenden Aufnahmen stammen aus dem Gestaltungsmaterial, mit dem die Reihe seinerzeit selbst auftrat. Sie zeigen die Möblierung, mit der die Standorte ausgestattet waren: Sand, Rattanliegen, Kübelpalmen, eine Bar unter einer Pergola, ein Holzdeck hinter Schilfmatten. Welcher Standort auf welchem Bild zu sehen ist, geht aus dem Material nicht hervor, und es steht hier deshalb auch nicht.

Schwarze Rattanliegen mit weissen Auflagen auf einer Sandfläche, dahinter eine Bar unter einer weissen Pergola und ein Kuppelbau aus dem 19. Jahrhundert Holzdeck mit Kübelpalmen und Schilfmatten als Sichtschutz, ein Paar geht der Abendsonne entgegen
Bildmaterial aus dem seinerzeitigen Auftritt der Reihe. Ohne Angabe des Standorts.

Häufige Fragen zum CityBeach

In welchen Städten gab es einen CityBeach?

Die eigene Seitenstruktur führte sechs Beaches in fünf Städten: das Messeparking in Basel, City Beach Zürich und CityBeach Lake Side in Zürich, den Einsteinplatz in Bern, die Olma Arena in St. Gallen und die Sunset Boutique in Luzern. Zürich war damit die einzige Stadt mit zwei gleichzeitigen Standorten. Dazu kommt die Winterausgabe in der Basler Markthalle.

War der CityBeach wirklich der erste Stadtstrand der Schweiz?

«Der erste Stadtstrand der Schweiz» ist der Anspruch, den die Anlage selbst auf jeder ihrer Seiten führte. Diese Seite gibt ihn als das wieder, was er ist: eine Eigenaussage des damaligen Betriebs, nicht ein überprüftes Datum.

Kostete der CityBeach Eintritt?

Für den Basler Standort ist «Eintritt: gratis» ausgewiesen, verbunden mit Zutritt ab 18 Jahren, einem Hundeverbot und einem Verbot von mitgebrachtem Picknick.

Warum gibt es den CityBeach nicht mehr?

Über die Gründe der Einstellung geben die überlieferten Seiten keine Auskunft. Belegt ist nur, dass der Betrieb bis 2011 dokumentiert ist und danach nicht mehr in Erscheinung tritt.